GE on tour: Weilburger Schlosskonzerte

Die Reise führte uns nach Weilburg, einer alten Stadt hoch über der Lahn. Die Fahrt selber verlief angenehm, so dass wir pünktlich in Weilburg eintrafen. Unterwegs konnten wir noch einen Blick auf die neuen Brücken der B54 werfen, bevor sie eingebaut wurden. Für alle gab es nun Zeit, die Cafés in der Weilburger Altstadt aufzusuchen. Einige besuchten auch das Museum der Stadt. Um vier Uhr traf sich ungefähr die Hälfte unserer Mitglieder am Schloss, um an der Führung durch das Schloss teilzunehmen. Mit der Führung, die durch alle vier Flügel des Schlosses ging, lernten wir ganz verschiedene Aspekte des höfischen Lebens kennen: Die Küche, die große Badewanne, die Schlafzimmer des Fürsten und der Fürstin und schließlich der große Saal, in dem sowohl gegessen als auch getanzt wurde. Die Führung ist in jedem Fall empfehlenswert. 

Um 18:00 trafen sich die meisten zu einem kleinem Imbiss, genannt Kulinarische Ouvertüre. Die Ouvertüre bestand aus einem Vorspeisenteller, der so reichhaltig war, dass alle gut gesättigt waren. Die Atmosphäre an den Stehtischen vor dem Bogen der Orangerie war malerisch, wozu auch die Abendsonne beigetragen hat.

Der Höhepunkt des Tages war das Konzert im Renaissancehof des Schlosses, der einen einmaligen Rahmen für Konzerte abgibt. Auf dem Programm standen

  • Wolfgang Amadeus Mozart – „Eine kleine Nachtmusik“ KV 525
  • Pietro Baldassare – Konzert für Trompete und Orchester 
  • Giuseppe Torelli – Konzert für Trompete und Orchester 
  • Antonio Vivaldi – Concerto in A-Dur RV 552 „Per eco in lontano“ (Echokonzert)
  • Antonín Dvorák – Streicherserenade E-Dur op. 22

Gespielt haben die Kammersymphonie Leipzig — das Kammerorchester des MDR-Sinfonieorchesters — und als Solist Bernd Bartels an der Trompete. Das Ensemble, das ohne Dirigent, nur mit dem ersten Geiger als Konzertmeister, auftrat, begeisterte die Zuhörer im Schlosshof. Aus dem Verständnis des unmittelbaren gemeinsamen Musizierens entspringen die viel gelobte Musizierfreude und das begeisternde Engagement. Die Kammersymphonie verzauberte das Publikum mit bekannten und weniger bekannten Stücken. Live gespielt, faszinierte zum Beispiel Mozarts "Kleine Nachtmusik" in unnachahmlicher Weise. Bernd Bartels brillierte an der B-Trompete, die gerne bei Barockmusik gespielt wird.